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Der Klick zum Skript

Eine neue Internetseite versucht die Lücke zu schließen zwischen E-Learning und klassischem Lernen.

Der Einstieg in den Unterricht hört sich vertraut an: „Mein Skript finden Sie in der Bibliothek oder im Copyshop.“ Immerhin, es hätte schlimmer kommen können. Häufig beginnt das Lernen an Universität und Schule, in Aus- oder Weiterbildung sogar mit der Einleitung: „Für dieses Seminar gibt es leider keine Unterlagen, ich gebe Ihnen aber eine Liste der relevanten Fachbücher.“

Auch Oliver Hennig hat diesen Satz als Student eines Spezialstudienganges für Immobilien an der FHTW Berlin oft hören müssen. Als Dozent wollte er es besser machen. Der Diplomkaufmann leitet seit Jahren Seminare für Bildungsträger in der Immobilienwirtschaft. Dabei ist er nicht selten an die Grenzen der Fachliteratur gestoßen oder an deren Vielfalt gescheitert. Deshalb wollte er seinen Kursteilnehmern immer möglichst aktuelle eigene Skripte bieten. Da dies offensichtlich eine Lücke im Bildungssytem ist, wollte er mit seiner Arbeit auch anderen Lernenden weiterhelfen. „Häufig fehlt es im Unterricht an guten Skripten.“ Besonders beim E-Learning ist dieser Mangel vorhanden. Es gibt zwar Internetseiten, die Diplomarbeiten oder Übungen anbieten, aber noch keine Seite bietet darüber hinausgehende und übergreifend Skripte für einzelne Fächer an.

Diese Lücke füllt Hennig seit kurzem mit einem neuen Lernangebot. Er hat mit einigen ehemaligen Kommilitonen eine Internetseite eingerichtet, die ein „Wissesndepot für die Immobilienwirtschaft“ ist, wie Hennig sagt. Unter www.immothek24.de können Studenten, Teilnehmer an Weiterbildungsseminaren, aber auch Auszubildende der Immobilienwirtschaft rund um die Uhr Skripte aus vielen Fachbereichen gegen eine Schutzgebühr abrufen. Mittelfristig soll die „Immothek“ aber auch Foren und Chats mit Experten anbieten, wo über Fachfragen und Zweifelsfälle diskutiert werden kann.

Interaktive Übungen und Lösungen rund um die Immobilienwirtschaft wird es demnächst auch auf der Internetseite geben. Damit soll Lernwilligen eine Möglichkeit gegeben werden, ohne große Seminarteilnahme in Einzelfragen oder in kleineren Paketen ihr Wissen zu testen. Vom E-Learning grenzt sich der Immobilienfachmann dennoch bewusst ab. „Die Seite ist eine Ergänzung für die klassische Form des Lernens und auch für komplette E-Learning-Angebote. Das Seminar kann die Immothek nicht ersetzen“, sagt Hennig. Er versteht seine Seite als „Blended Learning“.

Auch Fachbücher und Fachzeitschriften will er keine Konkurrenz machen. „Es bringt nichts, hier seine Energien zu verschwenden. Da kann ich mir langfristig eher eine Kooperation vorstellen.“ Das Wissensdepot soll stattdessen eine Lücke schließen für Kursteilnehmer in der Aus- und Weiterbildung sowie im Studium in der Immobilienwirtschaft. Ein neuartiges Konzept, das so in anderen Fachbereichen noch nicht vorhanden ist.

Das Angebot richtet sich allerdings nicht nur an Fachleute. „Wenn Sie ein Problem mit dem Mietrecht oder Hausbau haben, mussten Sie bisher ein dickes Fachbuch kaufen“, sagt Hennig. „Meist reicht für die Lösung aber ein konzentriertes Skript mit den wichtigsten Informationen.“ Die Skripte sind in jedem Fall günstiger als ein Fachbuch, häufig sind sie aber auch aktueller. „Im Internet kann ich bei einer Rechtsänderung viel schneller reagieren“, sagt Hennig. Ein Verlag muss erst das Buch ändern, dann neu drucken und verschicken. Die Immothek kann theoretisch die Änderung am selben Tag einarbeiten.

Neben den eigenen Skripten bietet die Immothek für die Lernenden auch ein weitreichendes Linkverzeichnis zu anderen Seiten im Immobilienbereich, zum Beispiel zu Bildungsträgern. Auf mehreren Seiten wird auch erklärt, was es im Immobilienbereich für verschiedene Ausbildungen gibt. Damit die Internetbesucher mit dem Wissensfundus auch etwas anfangen können.
www.immothek24.de

Erschienen am 28.08.2005 in „Der Tagesspiegel“ – Rubrik Weiterbildung



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